Software

In 2004 fällt die Entschei­dung, als Ergänzung zu den Adaptern ein Formular- und Output-Management-System zu programmieren: print2forms. Es wird auf einem Rechner mit Windows als Betriebssystem ausgeführt, kann aber praktisch von allen Rechnersystemen genutzt werden, die eine Netzwerk­verbindung zu einem Drucker herstellen können, da sich die Software in die Verbindung zwischen druckendem Rechner und Drucker quasi als Relais einhängt. Es basiert auf Standard­technologien wie PCL, XML, HTML und XSL und ist daher leicht erweiter- und anpassbar.

2005 ist das Jahr, in dem die ersten IPDS-Konver­ter in Form eines Netz­werkdienstes auf einem Rechner mit Windows als Betriebs­system angeboten werden. Das neue Produkt convert4print wird zunächst als Nachfolge oder Ergänzung des PrinterGates eingesetzt, weil auf einem Rechner jetzt bis zu 250 Drucker bedient werden können.

Die Jahre 2006 und 2007 bringen weitere Konverter für convert4print und erhebliche Funktionserweiterungen von print2forms. Mit speziellen Gateways zu existenten Fax-, Mail- oder Archiv-Systemen des Kunden werden mit beiden Produkten Workflows weit über das Drucken hinaus möglich. Mit Proxies und Routern für print2forms werden nun auch sehr große, über viele Lokationen und dutzende Rechner verteilte Installationen realisierbar.

In 2008 und 2009 werden zusammen mit Kunden grosse und umfangreiche Installationen von print2forms realisisert. Mit diesen Anforderungen wird das Produkt nochmals erweitert und ist damit noch besser und effizienter einsetzbar. Neben Laser­druckern werden jetzt auch Etiketten­drucker und sogar Matrixdrucker mit print2forms betreibbar.

Mit der Aus­gliederung eines Teils von print2forms wird ein neues Produkt speziell für den Einsatz mit Etikettendruckern geschaffen: print2label. Das Konzept zur Ansteuerung von Etikettendruckern macht praktisch alle Typen mit allen ihren eigenen Programmiersprachen nutzbar. Auch die Konvertierung von einem Druckertyp auf einen anderen ist mit print2label realisierbar, und verschafft dem Anwender damit die Freiheit, unabhängig von existenten Programmierungen den Etiketten­drucker einzusetzten, der am besten zu seinen Anforderungen passt.

In 2009 wird mit einem Emulator für die Druckersprache Prescribe der Firma Kyocera ein weiteres Geschäftsfeld erschlossen. Als Nischenprodukt wird ein weiterer Konverter für die Umset­zung von ZPL II nach PCL fertiggestellt. Damit lassen sich grosse Etiketten­mengen preisgünstig auf Endlos-Laser­druckern ausgeben. Beide Emulatoren sind erstmals nur noch für convert4print verfügbar.

Ebenfalls in 2009 fällt die Entwicklung einer ganz neuen Produktidee. Im Zusammenhang mit dem Router des print2forms-Systems wird mit phone4print eine Lösung für das Roaming von Druckaufträgen und für sicheres Drucken vorgestellt. Mit einem normalen Telephon, einem Handy oder Smartphone kann der Anwender beim Router anrufen und sich seine Druckaufträge an den Drucker über­tragen lassen, vor dem er gerade steht.

Das Jahr 2010 steht wieder im Zeichen großer Installationen, die viele wertvolle Detailverbesserungen an unseren Produkten bringen. Mit einem speziellen Barcode-Konverter für Laserdrucker werden mit convert4print neue Märkte erschlossen. Wenn es darum geht, z.B. im Umfeld von SAP R/3 Installationen, die Barcode-SIMMs und -DIMMs verschiedener Druckerhersteller mit einer Software-Lösung zu ersetzen, stellt der neue Konverter eine sehr preisgünstige Alternative dar. Der Anwender erhält damit ganz nebenbei noch die freie Wahl des einzusetzenden Druckers und ist nicht mehr auf die Verfügbarkeit eines Barcode-SIMMs oder -DIMMs angewiesen.

Mit der Programmierung eines speziellen Auftrags-Gateways werden 2011 ganz neue Anwendungsgebiete für print2forms erschlossen. Über ein dazugehörendes Frontend können Sachbearbeiter externe Dokumente wie CAD-Zeichnungen, Stück- oder Einkaufslisten z.B. zu Produktions­aufträgen automatisch, halbauto­matisch oder manuell hinzufügen lassen. Über eine SQL-Datenbank werden alle Tätigkeiten synchronisiert, sodass auch mehrere Sachbearbeiter, von verschiedenen Rechnern aus, gleichzeitig an einer Liste von Aufträgen arbeiten können. Damit lassen sich nicht nur viele Arten von Misch- oder Zuordnungs­prozessen im Unternehmen erheblich be­schleunigen, sondern es können vor allem auch erhebliche Kosteneinsparungen realisiert werden.

Mit weiteren Gateways wird auch 2012 das Einsatzspektrum von print2forms nochmals erweitert. Über ein LPD-Gateway wird die Anbindung an UNIX-Systeme oder auch an SAP-Systeme erheblich vereinfacht.

Ein neuer Monitor für Verzeichnisse sorgt dafür, dass Prozesse in denen z.B. Dateien von externen Quellen (z.B. Lieferanten oder Grosskunden) mit eingebunden werden müssen, automatisch angestossen und abgearbeitet werden. Solche Dateien können praktisch beliebige Formate (PDF, DOC, XLS, etc) besitzen, weil der Monitor diese auto­matisch mit Hilfe der zum Dateiformat gehörigen Anwendung druckt und damit für print2forms verfügbar macht.

Das Jahr 2013 steht fast komplett im Zeichen der Verbesserung der Benutz­barkeit von print2forms. Zum einen wurde mit der Installation eines Wikis die Grundlage dafür geschaffen, das Wissen um print2forms zu sammeln und mit allen Benutzern zu teilen. Durch die Suchfunktion im Wiki besteht jetzt auch die Möglichkeit, quer über die gesamte Dokumentation nach den gewünschten Informationen zu suchen. Besitzer einer Lizenz für print2forms können am Wiki mitarbeiten und sind dazu herzlich eingeladen.

Mit der Initiali­sier­ung des Projekts p2fSimply wurde nach zehn Jahren ein Redesign der Benut­zeroberfläche von print2forms angegangen. Ziel ist, den Kreis der möglichen Anwender zu erweitern, indem die Einstiegshürden bei der Administration von print2forms gesenkt werden.

Erreicht werden soll dies durch die Nutzung inzwischen verfügbar gewordener Techno­logien und den Einsatz graphischer Elemente (auf der Basis des Google Blockly Frame­work - HTML, XML, XSL, SVG), die einen leichteren Zugang als die bisher verwendete reine Textdarstellung erlauben.

Erste Beispiele der neuen Benutzer­schnitt­stelle, die auch im Rahmen einer Bachelor-Arbeit an der University of Applied Sciences Darmstadt evaluiert wurde, finden sich im Wiki. Im Jahr 2014 beschäftigt sich eine zweite Bachelorarbeit mit dieser Benutzer­schnittstelle und entwirft ein Konzept für die Erstellung von SQL-Befehlen für die Datenbankabfragen.

Mit der Entwicklung einer App für Android und i/OS wird der print2forms-Router 2015 erweitert. Damit wird die aus phone4print bekannte Funktion des Abrufs von wartenden Druck­aufträgen direkt am gewünschten Drucker (Follow-Me-Printing) modernisiert und auf aktuellen Smartphones und Tablets zur Verfügung gestellt. Die zugrundeliegende Web-Anwendung ist über einen gewöhnlichen Browser auch auf dem PC ausführbar.

Um die Integration von PDF-Doku­menten in print2forms noch weiter zu verbessern, wurde ein spezielles Hilfsprogramm für den Verzeichnis­monitor erstellt, welches eine deutlich bessere Erkennung der im PDF-Dokument kodierten Texte erlaubt. Dadurch werden die Text-Inhalte von PDF-Dateien auch erkennbar, wenn sie mit Hintergrund­graphiken überlagert sind.


Der Barcode-Konverter im convert4print wird 2016 um einige weitere Barcode­typen ergänzt. Mit der Unterstützung der PCL-Be­fehle für Unicode werden jetzt auch solche SAP-Anwendungen nutz­bar, die andere als westliche Zeichensätze voraussetzen. Bietet der eingesetzte Drucker keine direkte Unicode-Unterstützung, weicht der Konverter auf eine Kombination aus allen im Drucker vorhandenen Zeichensätzen aus.

Diese neuen Barcode-Typen werden dann auch in print2forms über­nommen. Um print2forms für Anwender von SAP-Soft­ware noch akttraktiver zu machen, wird 2017 der Router mit einer BC-XOM-Schnitt­stelle ausgestattet, und bietet so eine bidirektionale Kommunikation mit dem SAP-System zum Austausch von Statusmeldungen.

Ebenfalls in 2017 wurde eine ganz spezielle Erwei­terung für print2forms in Form eines Hilfsprogramms für ein Gateway und einer App (Android und iOS) für Smartphones vorgestellt: sign2forms.

Mit Hilfe von sign2forms lassen sich Unter­schriften auf Papierdokumenten einfach mit einem Smartphone oder Tablet abfoto­grafieren, um dann aus diesen Fotos eine PDF-Version des unterschriebenen Doku­ments zu erzeugen. Dadurch kann im Aussen­dienst eine Unmenge an Papier, Porto und Zeit gespart werden. Die unter­schriebenen Dokumente stehen quasi direkt nach dem Fotografieren zur Weiterver­arbeitung in der Zentrale des Unternehmens zur Verfügung. Interne Prozesse werden dadurch extrem beschleunigt.



SPE