Hardware

Bereits im ersten Jahr 1991 wurde neben dem Twinax-Test-System, einem Analyse­tool für Verka­belungs- und Geräteprobleme, mit der ersten Version des Y-Adapters das Schlüsselprodukt für die weitere Firmengeschichte geschaffen. Der Y-Adapter ist die erfolgreiche Umsetzung der Idee, aus dem komplexen IPDS-Druckerdatenstrom der IBM eine marktfähige Untermenge zu extrahieren, und diese mit einer preiswerten Hardware zu einem Produkt zu formen. Der Y-Adapter unterstützt nicht die komplette IPDS-Architektur, aber genug davon, um für einen Großteil des Marktes ein wirklich brauchbarer und zugleich noch preislich höchst attraktiver IPDS-Adapter zu sein.

Für die Firma Epson, Düsseldorf, wurde dann 1992/1993 eine Einbauvariante des Y-Adapters für deren Matrix-, Tintenstrahl- und Laserdrucker entwickelt, die von Epson unter eigenem Namen vertrieben wird.

Ebenfalls 1993 wurde eine weitere Einbau­variante des Y-Adapters mit der Firma PSi, Siegen, für deren sehr erfolgreiche Matrix­druckerserie PP 40x entwickelt. PSi vertreibt den IPDS-Adapter unter eigenem Namen und hat inzwischen eine Produktionslizenz.

Neben der SCS-Variante des Y-Adapters wurde 1994 mit dem J-Adapter ein reiner SCS-Adapter auf den Markt gebracht, der Kunden mit Textanwendungen einen preiswerten Twinax-Druckeranschluß bietet, der in den Druckeranpassungen und in der Bedienung zum Y-Adapter kompatibel ist.

Seit 1994 hat auch die Firma Datatrade, Northhampton UK, eine eigene Y-Adpater-Variante, die sie in Druckern der Hersteller Mannesmann Tally und Datasouth einsetzt. Diese Adapter werden ebenfalls in Lizenz gefertigt.

Nach um­fang­reichen Vorar­beiten wurde 1994 mit dem Printer­Gate ein erstes Pro­dukt zum Anschluß von Druckern im PC-Netzwerk (Novell Netware, Windows NT, IBM LAN Manager) präsentiert. Die Verbindung zur AS/400 ist nach wie vor Twinax. Die Anforderungen, die sich aus der gemeinsamen Nutzung von Druckern aus dem AS/400- und dem PC-Umfeld ergeben, werden erfolgreich realisiert.

Mit einer Einbaukarte für die Lexmark Drucker der Serien Optra L und R wurde 1995 der Grundstein für eine Generation leistungsfähigerer Adapter gelegt. Ausge­stattet mit einer erweiterten Version des erfolgreichen IPDS-Emulators aus dem Y-Adapter wurde eine neue Hardware mit 32-Bit- anstatt der 8-Bit-Prozessoren des J- und Y-Adapters eingeführt.

Auf der um ein Vielfaches leistungsfähigeren Hardware wurde der IPDS-Emulator für Seitendrucker 1995 vervollständigt und bietet jetzt den kompletten IPDS Funktions­umfang.

Gleich zu Beginn des Jahres 1996 wird gemeinsam mit unserer Vertriebsfirma, der CSP GmbH, die CSP Computer­anlagen Service GmbH gegründet. Diese Firma erbringt die Wartungs- und Service­leistungen rund um unsere Adapter sowie der daran angeschlossenen Drucker.

Nachdem durch personelle Erweiter­ungen und durch die steigenden Stückzahlen die alten Räume zu klein geworden waren, zogen wir im Jahr 1996 in unsere heutigen Geschäfts­räume um. Hier haben wir auch genügend Platz, um die nun immer auf­wändigeren Entwicklungs- und Testum­gebungen zu installieren.

Mit den schneller werdenden Laser­druckern entstand eine Nachfrage nach leistungs­fähi­geren IPDS-A­dap­tern. Mit der Entwicklung der Twinax-Box wurde ein Produkt geschaffen, das 100 Seiten pro Minute und mehr generiert. Über eine zusätzliche Parallel­schnitt­stelle ermöglicht die Twinax-Box auch die Mitbenutzung des Druckers durch weitere Rechner oder PC-Netzwerke. Über Tastatur und Anzeige läßt sie sich einfach und schnell an alle Kundenan­forderungen anpassen.

Um auch hohe Druckgeschwindigkeiten bei sehr komplexem Seitenaufbau zu erzielen, wurde auf der Basis des PrinterGates zusätzlich ein Twinax-Adapter geschaffen, der zumindest rechnerisch bei mehr als 1000 Seiten pro Minute liegt und damit auch auf Hochgeschwindigkeitsdruckern maximalen Druckdurchsatz garantiert.

1997 und 1998 werden vom PrinterGate neue Varianten geschaffen, die jetzt auch auf Seiten der AS/400 einen Netzwerkanschluß (Ethernet, Token Ring) haben. Die Zahl der gleichzeitig an ein PrinterGate anschließbaren Drucker steigt damit von sechs auf sech­zehn. Mit zunehmender Verbreitung des Protokolls TCP/IP kann diese Variante jetzt auch ohne Umweg über den Server des PC-Netzwerkes die dort installierten Drucker direkt ansprechen.

Mit der neuen Drucker­serie Optra S von Lexmark wird 1998 eine Serie von Ein­bau­karten ent­wickelt, die Lexcards. Die erste Version der Lexcard ist ein Twinax-Adapter. Er wird direkt in den PCI-Slot des Druckers eingeschoben und ermöglicht so eine optimale Ankopp­lung an den Drucker inklusive der Konfigurierung über das Bedienfeld des Druckers.

Für die Farbmodelle der Laserdrucker und die PCL-fähigen Tintenstrahl­drucker wird eine Erweiterung des IPDS-Emulators vorge­nommen, der jetzt zusätzlich zu den bereits unter­stützten einfachen Farbfunktionen des IBM-Drucker 4224 auch farbige Bilder drucken kann. Damit eröffnen sich erstmalig ganz neue Anwendungs­felder für die AS/400 wie zum Beispiel das Drucken von Katalogen oder illustrierten Angeboten.

1999 wurde die Lexcard mit einer 10/100 Ethernet-Schnittstelle vorgestellt. Durch die Unterstützung des IBM-eigenen PPR/PPD Protokolls bietet sie einen Netzwerkanschluß, der in Bezug auf Fehlermeldungen, Wieder­aufsetzen von Druckjobs, etc den Twinax-Adaptern in nichts nachsteht. Die Unter­stützung von IPX, TCP/IP, LPR/LPD, NetBIOS schafft die gleichzeitige Verbindung zu nahezu allen anderen Rechnern und Betriebssystemen.

Um die viel­fältigen Funktionen der Lexcard auch Druckern anderer Hersteller zur Verfügung zu stellen, wird 2000 mit der EBox ein externer 10/100 Ethernet-Adapter präsentiert. Als erster im Markt unterstützt er den Anschluß von Zeilendruckern und Etikettendruckern als IPDS-Netzwerk­drucker.

Für den Einsatz zusammen mit Fax-, E-Mail- und Archivierungssystemen unter Windows wurde 2001 ein AFP/IPDS-Frontend auf PC-Basis programmiert, das gegenüber dem OS/400 einen Netzwerkdrucker emuliert, und die gedruckten Seiten als TIFF-Dokumente zum Faxen, Mailen oder Archivieren zur Verfügung stellt. Dieses Frontend kann auch für viele andere Zwecke, zum Beispiel zum Verteilen von Dokumenten via FTP, Verwen­dung finden.

Im Jahr 2001 werden neue Versionen der EBox vorgestellt, die den Anschluß von Etikettendruckern der Marken Eltron (EPL2) und Zebra (ZPL II) als IPDS-Drucker ermöglichen. Damit können Etiketten nun auch mit den Standardwerkzeugen des OS/400 (DDS, AFPU, PPFA) erstellt, und sowohl auf Laser- wie auch auf Etiketten­druckern eingesetzt werden.

Ebenfalls im Jahr 2001 wird erstmals ein Druckertreiber auf der Basis der EBox und Lexcard Netzwerktreiber auf die iSeries / AS/400 portiert, und dient dort der Konvertierung von nicht AFP-konformen Datenströmen für IBM IP2000-Druck­systeme. Mit diesem Druckertreiber lassen sich nicht nur Inkompatibilitäten mit Programmen, die für Drucker von Dritt­herstellern angepaßt sind, vermeiden, sondern es eröffnen sich auch ganz neue Möglichkeiten, wie zum Beispiel Job-über­greifendes Heften.

Mit einem Emulator für den IGP-Druck­daten­strom von Printronix-Druckern ensteht 2002 ein neuer Adapter für einen besonderen Markt - die GBox. Sie basiert auf der gleichen Hardware wie die EBox und ist damit im Netzwerk beliebig einsetzbar. Nachdem mit einem Emulator für Laser­drucker gestartet wurde, wird die GBox 2003 auch für Matrixdrucker und Etiketten­drucker (ZPL II) angeboten.

Als bisher letztes Hardwareprodukt entsteht in 2004 eine weitere Variante des Ethernet-Adapters in Form der FBox. Der Hauptein­satzzweck dieser Box ist die gesicherte Übertragung von Druckdaten zum Drucker auf der Basis des PJL-Protokolls. Somit lassen sich auch Matrixdrucker mit gesicherter Übertragung an Host-Systemen betreiben.



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